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Neuropathie

Eine Neuropathie ist sehr unangenehm. Das Wort Neuropathie bedeutet eigentlich: die Krankheit eines Nervs.  “Neuron” heißt Nerv und Apathie kommt von “pathos”, was Krankheit bedeutet. Das Wort sagt also auch nichts über die Ursache. Für die Krankheit eines Nervs gibt es nämlich vielerlei Ursachen. Ist mehr als ein Nerv angegriffen, bezeichnet man das als Polyneuropathie. “Poly” bedeutet viel. Polyneuropathie ist die Erkrankung mehrerer Nerven.

Neuropathie durch Diabetes

Eine der häufigsten durch eine Neuropathie verursachte Krankheit ist die Zuckerkrankheit, die Diabetes. Diabetes stört das Gleichgewicht des Blutes, wodurch der Nerv in seiner Funktion beeinträchtigt wird. Die Störung kann in den Gefühlsnerven vorkommen. Man kann zum Beispiel Taubheitsgefühle in den Füßen haben, oder in den Bewegungsnerven. In dem Fall kommt es zu einer Muskelschwäche. Die Erkrankung kann auch einen negativen Einfluss auf die Schmerznerven haben. Dann können z. B. die Füße schmerzen. Meistens ist das eine Art brennender Schmerz (schmerzhafte Füße oder brennende Füße). Bei Diabetes kann die Tatsache, dass sich die Füße taub anfühlen, ein großes Problem werden. Man ist dann nämlich gefühllos, wodurch kleine Wunden unbemerkt entstehen können. Darum wird bei Diabetikern und Patienten mit Neuropathie immer auf die Wichtigkeit einer Fußpflege durch eine Fachkraft hingewiesen.

Verschiedene Nerven angegriffen

Weil bei Neuropathie und Polyneuropathie die Nervenfunktion gestört ist, können allerlei verschiedene Symptome auftreten. Hierbei hängt es davon ab, welcher Nerv oder welche Nerven angegriffen sind.

 

Bei Neuropathie entstehen Schäden an den Nerven

 

Wenn vor allem die Schmerznerven angegriffen sind, spricht man auch von Nervenschmerz oder Neuralgie. Bei einer Neuropathie kann man dort Schmerz empfinden, wo der Nerv entlangläuft, beispielsweise bei Gesichtsschmerz oder in mehreren Körperteilen, wenn es sich um eine Polyneuropathie handelt. Bei den meisten Polyneuropathieformen hat man die meisten Beschwerden in den Füßen. Wenn dann beispielsweise auch die Gefühlsnerven angegriffen sind, hat man kein Gefühl in den Füßen mehr, oder besonders merkwürdige Empfindungen. So kann man sich beispielsweise fühlen als laufe man auf Watte oder auf einer Falte des Strumpfes im Schuh. Sind die Bewegungsnerven im Fuß angegriffen, dann kann ein Fußblock entstehen. Dann strauchelt man über alles mögliche und läuft wie ein Klapperstorch, um nicht über die eigenen Füße zu fallen. Neuropathie kann also allerhand eklige Symptome verursachen, vom Gesichtsschmerz bis zum Schmerz in der Hand, beispielsweise das Karpaltunnelsyndrom. Dann zittert die ganze Hand und des nachts ist der Schmerz am schlimmsten. Der Schmerz kann bei dieser Neuropathie sogar bis in die Schulter aufsteigen. Eine Neuropathie des kleinen Augenmuskels, um einmal einen anderen Blickwinkel zu nehmen, kann Ursache für ein an einer Seite schielendes Auge sein. Ursache ist der Augenmuskel, der nicht mehr gut arbeitet.

 

Bei Neuropathie kann es zu Gefühlsstörungen kommen

Teufelskreis bei Neuropathie

Bei vielen Formen der Neuropathie entsteht also ein krankhafter, pathologischer Zustand des Nervs. Beispielsweise Druck. Wenn Druck auf den Nerv entsteht, wie z. B. beim Karpaltunnelsyndrom, entsteht eine Neuropathie bei einem der Handnerven, dem Nervus medianus. Dieser Nerv verläuft an der Daumenseite und wenn Druck darauf kommt, verursacht der Druck eine sich langsam verschlimmernde Nervenentzündung. Bei dieser Art Stress kann der Nerv nicht mehr richtig funktionieren und auch den Stoffwechsel nicht mehr richtig regulieren. Eines der wichtigen schützenden Moleküle, das Palmitoylethanolamid, kann dann auch nicht mehr für den eigenen Schutz des Nervs entstehen. In der Folge nehmen Irritation und Schwellung des Nervs zu, wodurch noch mehr Schmerz entsteht. Ein Teufelskreis ist geboren. Der kann auch bei einer diabetischen Neuropathie entstehen. Durch die Störung des Zuckerstoffwechsels werden die Nerven gereizt und auch dann nimmt die Produktion des schützenden und entzündungshemmenden Nervenmoleküls Palmitoylethanolamid ab. Durch den zunehmenden Stress durch den Blutzucker werden die Nervenbeschwerden langsam schlimmer. Darum ist bei Diabetes eine gute Einstellung des Zuckers enorm wichtig.

Die Schlussfolgerung über Neuropathie

Neuropathie kann also durch allerlei Erkrankungen entstehen und verschiedene Symptome verursachen. Von einem angegriffenen Auge bei Neuropathie zum Sehnerv bis einschließlich tauben Füßen einer Neuropathie der Nerven in den Füßen. Auch Muskeln können erschlaffen und Lähmungen auftreten. Ob nun ein oder mehrere Nerven angegriffen sind, Neuropathie und Polyneuropathie sind äußerst unangenehme Erkrankungen.

 

Bei Neuropathie können auch motorische Nerven betroffen sein, mit Lähmungen in der Folge